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Hufpfleger oder Hufheilpraktiker?

Sie werden sich sicher fragen, warum es in unserem Verband Hufpfleger und Hufheilpraktiker gibt. Zunächst das Wichtigste: fachlich gibt es überhaupt keine Unterschiede. Seit 2001 endet die Ausbildung mit der Bezeichnung "Hufheilpraktiker nach Dr. Straßer" und nicht wie vorher mit "Hufpfleger nach Dr. Straßer". Der neue Name kennzeichnet unsere Tätigkeit besser. Durch die jährlichen Fortbildungen, denen sich alle Mitglieder des VdHp e.V. verpflichtet haben, sind alle Hufpfleger und Hufheilpraktiker nach Dr. Strasser auf dem gleichen Wissensstand.

 

 




Was genau kennzeichnet aber unsere Tätigkeit?

Das Wichtigste, was es über die Methode Dr. Strasser zu sagen gibt – und was sie auch von vielen anderen Behandlungsmethoden unterscheidet – ist, dass es oberste Priorität ist, die Ursache für ein Leid, eine Krankheit, zu beheben.

Der Huf war über Jahrhunderte hinweg wenig erforscht und dadurch in der Pferdemedizin nicht oder geringfügig berücksichtigt. Heute wissen wir, dass jeder Körperteil Einfluss auf den Gesamtorganismus nimmt. Im Umkehrschluss bedeutet das: Wenn auch nur ein einzelner Körperteil in irgendeiner Form von den Vorgaben der Natur, der Physiologie, abweicht hat das Auswirkungen auf den Gesamtorganismus.

Deshalb ist es auch möglich, dass eine Hufkrankheit auf den ersten Blick gar nicht also solche erkannt wird, man sich aber fragt, warum das Pferd z.B. Ausschlag hat, chronisch hustet oder auch aggressiv ist. Die Ursache dafür kann durchaus – noch unentdeckt – in den Hufen liegen.

Ziel der Strasser-Methode ist es deshalb, Abweichungen aufzudecken und zu beseitigen und die Hufe in einer natürlichen, physiologischen Form zu erhalten, um dem gesamten Pferdekörper zur vollen Funktionalität – und damit Gesundheit – zu verhelfen.

 

Unsere Arbeit und ihre Ziele im Einzelnen hängen also sehr stark von der Gesamtsituation des jeweiligen Pferdes ab. Bei akuten Problemen, wie z.B. Hufrehe steht im Vordergrund, schnellstmöglich die Ursache zu beseitigen, um weitere Schädigungen zu vermeiden, und den Organismus so zu stärken, dass er gegen die Krankheit vorgehen kann.

Bei über Jahre entstandenen Vorschädigungen gilt Ähnliches: Das Pferd und seine Hufe werden auf den Heilungsweg gebracht. Durch regelmäßige Bearbeitung und die entsprechenden begleitenden Maßnahmen wird der Huf dazu gebracht, seine physiologische Form wieder anzunehmen und damit seine lebensnotwenige Funktion zu erfüllen.

Bei gesunden Pferden sind diese bereits vorhanden, so dass die Gesunderhaltung durch Kontrollen und ggf. „Abrieb-Simulation“ (sprich: Ausschneiden) erfolgt.

 


   
 
Letzte Änderung: 05.06.2009 © 2004 VdHp e.V.