Grenzen

Die Grenzen des Barhuflaufens werden durch den Menschen und die Natur des Pferdes gesetzt. Der Huf passt sich in seiner Abriebfestigkeit an den Untergrund an, auf dem er sich den größten Teil des Tages befindet.
Daher ist es nicht möglich, mit einem Pferd große Distanzen auf harten Böden zurückzulegen, wenn die Haltungsbedingungen nur weiche Böden bieten.
Das einzelne Pferd kann physisch entsprechend seiner Natur und Kondition eine bestimmte Tageskilometerleistung leisten.
Wenn man diese überschreitet, muss man mit Problemen rechnen. Der natürliche Huf ist dabei ein guter "Seismograph" für Überlastungen.
Bei guten Voraussetzungen (korrekte Hufpflege, Haltung, Fütterung, Training,..), gibt es Pferde, die sogar extreme Distanzritte problemlos ohne Hufschutz gehen. Allerdings ist dies nicht mit jedem Pferd möglich.
Den normalen Belastungen, wie sie im Freizeitreiterbereich und im Pferdesport vorkommen, hält ein gesunder Barhuf aber problemlos stand.
Nachfolgend die wesentlichen Faktoren, welche sich auf den Huf auswirken:
- Haltung
- Boden im Reitgelände und Stall
- Hufpflege
- Wassergehalt des Horns
- Bewegungsmenge
- Zahngesundheit
- Ernährung
- Reitweise
Ein weiterer grundlegender Faktor ist die Hufform.
Nur ein gesunder, physiologisch geformter Huf bietet die Grundlage für problemfreies Barhuflaufen.
Nicht das Barhuflaufen tut dem Pferd weh, sondern das Laufen auf kranken Hufen!
Wenn es beim Barhuflaufen zu Problemen kommt, lassen sich diese zwar mittels eines Beschlages unsichtbar machen. Diese "Lösung" geht aber immer zu Lasten des Pferdes und führt auf Dauer zu Erkrankungen an Huf, Bein und Gesamtorganismus, weil die Ursache des Problems weiterhin besteht.

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