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Warum Hufpflege?

 

Wild lebende Pferde laufen täglich 15-20 km und mehr auf unterschiedlichen, meist harten, steinigen, abreibenden Böden. Bei dieser Tagesleistung befinden sich Hornwachstum und -abrieb im Gleichgewicht, so dass die Hufe immer die funktionell ideale Form und Stellung haben und optimale Stoßdämpfung und Durchblutung gewährleistet sind.

 

Unter menschlichen Haltungsbedingungen leiden Pferde unter chronischem Bewegungsmangel und leben meist auf zu weichen Böden.

Am Stärksten trifft dies auf die Boxenhaltung zu. Aber auch die Haltung im Offenlaufstall kann ausreichende Bewegung nicht garantieren.

 

Es entsteht ein Ungleichgewicht zu Ungunsten des Hornabriebes. Die Hufe werden zu lang und die auftretenden Hebelkräfte deformieren den Huf. Dies ist der Beginn aller Huferkrankungen.

 

Um den mangelnden Hornabrieb auszugleichen, muss er mit Messer und Raspel "nachgeahmt" werden.

 

Das Wissen bezüglich der korrekten, natürlichen Hufform und Hufphysiologie sowie der fundierten Hufbehandlung ist Schwerpunkt des neuen Berufsbildes Hufheilpraktiker.

 

Die Intervalle für diese Hufpflege sind von mehreren individuellen Faktoren abhängig, so dass diesbezüglich keine pauschale Angabe möglich ist. Diese Faktoren sind z.B. Haltungsbedingungen, Bodenverhältnisse in Stall und Reitgelände, Bewegungsmenge, evtl. Huferkrankungen usw. Der notwendige Rhytmus der Abriebsimulation (= Hufbearbeitung) kann deshalb individuell zwischen zweimal pro Woche und ca. sechs Wochen schwanken.

 

Zum Begriff Hufpflege: Dieser Begriff ist üblicherweise im Gebrauch und wird auch hier oft synonym für "Hufheilpraktische Tätigkeit" benutzt. Gemeint ist aber immer die Gesunderhaltung/Prävention und die Behandlung und Heilung von Hufen im ganzheitlichen Sinne. Deshalb haben wir uns auch für die neue Berufsbezeichnung Hufheilpraktiker entschieden. Sie benennt die Ausübung der ganzheitlichen Hufbehandlung korrekt.


   
 
Letzte Änderung: 24.03.2009 © 2004 VdHp e.V.